Belegschaft mit Kindern

Die Kinderhilfe Kambodscha e.V. ist aktiv, damit Straßenkinder und Kinder aus sozialen Notlagen die Chancen bekommen, die sie verdienen.

Wir leisten gezielte Entwicklungshilfe und bieten den Kindern in Kambodscha nicht nur Schutz und Sicherheit, sondern arbeiten gezielt daran, den Kreislauf der Armut durch Bildung und die Schaffung einer stabilen Umgebung für die Kinder im Kinderdorf der Kinderhilfe Kambodscha zu durchbrechen.  

Der Anfang

Berührt von den Lebensumständen und der von Ausbeutung, Verwahrlosung,

MangelernährungMissbrauch und Misshandlung dominierten Schicksale der Waisen und Straßenkinder im zentralen Slum von Phnom Penh engagierte Michael Weiss sich bei seinen Reisen nach Kambodscha in den späten 90er Jahren zuerst nur über Essensspenden in Garküchen. So bauten seine Frau und er gemeinsam Beziehungen zu vielen der sich völlig selbst überlassenen Kindern auf.

Herr Weiss setzte es sich zum Ziel, den Kindern in Kambodschas größter Stadt langfristig Schutz zu bieten, ihnen den gewünschten Schulbesuch zu ermöglichen und initiierte den Aufbau eines Heims für die Straßenkinder im zentralen Slum von Phnom Penh.

Geschwister

Der Übergang

Nachdem der Slum im Jahr 2002 teils abgebrannt wurde, musste für die damals 82 Kinder im Alter von 6 Monaten bis 18 Jahren ein alternatives Heim gefunden werden. Zuerst konnten sie in einem Mietshaus versorgt werden, bis die KKEV-Cambodia als Organisation im Jahr 2003 die Anerkennung und Registrierung als gemeinnütziger Träger vom Ministerium für Soziales in Kambodscha erhielt. 

Gründung der Vereine

Zur langfristigen Versorgung wurde in 2004 in Aachen der Verein Kinderhilfe Kambodscha e.V. gegründet, der den Schwesterverein KKEV-Cambodia zur Betreuung und Versorgung der Waisen und Kinder aus sozialen Notlagen unterhält. Die Finanzierung erfolgt über Beiträge und Patenschaften, Spenden, den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, und wir haben großzügige Unterstützung durch das Kindermissionswerk Aachen erhalten.

Im Dezember 2004 konnte das von Herrn Weiss persönlich geplante Kinderdorf eingeweiht werden, wo 100 Kinder langfristig Schutz und Geborgenheit erleben und endlich ihr zu Hause gefunden haben.

Nach dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" trägt das Managementteam des KKEV-Cambodia vor Ort die Verantwortung für die Verwaltung, Organisation, das Budget, den Kontakt zu den Ministerien und der lokalen Gemeinschaft. Sie garantieren auch die Versorgung und Erziehung der Kinder, während der KKe.V. Aachen das Team leitet und kontrolliert, unterstützt durch die Arbeit des Vorstandes in Kambodscha.    

Ministerium Image by Daniel Bernard

Zusammenarbeit mit Ministerien

Mittlerweile werden neue Kinder in Notsituationen dem Kinderdorf der KKEV vom Ministerium für Soziales, von Sozialstationen im Land oder über eine Notrufzentrale zugewiesen. 

Unsere Arbeit
 

Wir betreuen etwa 100 Kinder im Alter von 2 Monaten bis 18 Jahren, die von unseren heimischen Pflegeeltern und Betreuern in acht Familienhäusern versorgt werden. Sie erhalten in unserem Kinderdorf eine Ersatzfamilie und erleben dort Sicherheit und Gemeinschaft bei den gemeinsamen Mahlzeiten. Die Jüngsten werden im Kinderdorf in der Krippe und im Kindergarten versorgt. Der Schulbesuch der Kinder ab 6 Jahren ist in staatlichen Schulen vor Ort organisiert, wodurch Kontakte zu Kindern aus der lokalen Gemeinde entstehen und somit auch dort Integration stattfinden kann.

Zusätzlich zu den 100 Kindern, die wir permanent im Kinderdorf versorgen, untertützt unser Verein noch bis zu 120 weitere Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien im Street Children Program mit einem Notfallbetreuungsangebot.

Viele der Menschen, die in der Nähe unseres Dorfes leben sind sozial so schwach, dass die Familien auf unsere Nachmittagsbetreuung angewiesen sind, um sich selbst ernähren zu können
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Kinder Image by Joyce Lim

Warum Kinder zu uns kommen

Die Kinder und Jugendliche, die im Dorf der Kinderhilfe Kambodscha leben bringen unterschiedliche Hintergründe mit: sie sind entweder Vollwaisen, oder sie lebten als Straßenkinder ohne sorgende Eltern. Manche Kinder kommen aus Familien mit HIV positiven Elternteilen oder aber sie waren in ihrem Elternhaus Gewalt, Missbrauch oder Kinderarbeit ausgesetzt. 

Allen gemein ist, dass sie in sozialen Notsituationen und in Armut gelebt haben. Viele der Kinder haben im zentralen Slum von Phnom Penh oder am Rande von Müllhalden nach Wertstoffen zum Verkaufen gesucht und gebettelt. 
Etliche unserer Kinder haben Ausbeutung, Misshandlung und Missbrauch erlebt und wir kämpfen immer wieder mit den Folgen von mangelhafter Ernährung und traumatischen Erfahrungen.

Nur die wenigsten der Kinder, die heute im Dorf leben, hatten Zugang zu Schulbildung, denn selbst die Familien der Kinder mit sorgenden Eltern können es sich oft nicht leisten, auf das Einkommen der Kleinsten zu verzichten, um einen Schulbesuch zu ermöglichen.

Schutz und Geborgenheit

An erster Stelle steht für uns der Schutz und die Versorgung der Grundbedürfnisse der 100 Waisen und Kinder aus sozialen Notlagen, die dauerhaft bei uns im Kinderdorf leben. Keines der Kinder soll je wieder hungrig ins Bett gehen müssen
Wir bieten den Kindern ein stabiles Leben der Gemeinschaft in insgesamt acht Familienhäusern und können durch ein erfahrenes Team vor Ort sowohl die medizinische Versorgung, als auch die psychologische Unterstützung gewährleisten, die für ihr Heranwachsen und das Überwinden von Traumata nötig sind.

Helping Hands
Image by JJ Ying

Schule und Ausbildung

Neben der Geborgenheit, die unsere Schützlinge im Kinderdorf erfahren, sind sie dennoch in die lokale Gemeinschaft eingegliedert und besuchen staatliche Schulen. 
Die Kleinsten werden in der Kinderkrippe und im Kindergarten der Kinderhilfe Kambodscha im Dorf selbst betreut. Alle Grundschüler und Jugendlichen erhalten zusätzlich Englischunterricht.  Unter dem Konzept „Hilfe zur Selbsthilfe“ können die Jugendlichen Ausbildungsberufe erlernen, damit sie bestmöglich auf ein selbständiges Leben vorbereitet sind und den Kreislauf der Armut durchbrechen können.

 

Helfen Sie uns dabei, dass unsere Kinder den Kreislauf von Armut, Ausbeutung und Gewalt verlassen können.

Gesundheit

Die Kinderhilfe Kambodscha arbeitet mit einem kleinen lokalen Krankenhaus zusammen, in dem alle Kinder nach der Aufnahme im Dorf untersucht werden, und wo der Impfstatus aller Kinder vervollständigt wird. Bei Verdacht auf ernstere Erkrankungen werden Kinder, im von der Hilfsorganisation des Schweizer Kinderarztes Dr. Beat Rechner errichteten Kuntha Bopha Hospital, versorgt. Eine große Herausforderung stellt die psychologische Betreuung unserer Kinder dar, und wir arbeiten intensiv daran, dass Kinder, die besonders schwer durch die Erlebnisse ihrer Kindheit traumatisiert sind, psychologische Betreuung erhalten können..

Doctor's Desk
Image by Camille

Notfallbetreuung
für sozial schwache Familien der lokalen Gemeinde 


Das Engagement des Kinderhilfswerks Kambodscha endet nicht an der Grenze unseres Kinderdorfs. Der KKEV-Cambodia hat das Street Children Programm der Mary Knoll Mission übernommen. Dort werden 120 Kinder aus sozial schwachen Familien der lokalen Gemeinde nach der Schule versorgt und erhalten Förderunterricht mit dem langfristigen Ziel, durch Bildung den Kreislauf von Armut zu durchbrechen. Kurzfristig bietet KKEV durch einen solchen Notfallbetreuungsplatz den arbeitenden Eltern Entlastung. 

Familienersatz
Das Kinderdorf bietet allen Kindern über den Familienersatz und den Schulbesuch hinaus auch Förderung bis hin zur beruflichen Ausbildung, sowie natürlich auch eine kompetente ärztliche Versorgung. Gegebenenfalls wird den Kinder im Dorf auch über eine psychologische Betreuung bei der Bewältigung des Erlebten geholfen. 

Gezielte Entwicklungshilfe
Unser Engagement verlangt viel Geduld und Kenntnis der Lebensumstände in 

Kambodscha nach dem zermürbenden Bürgerkrieg.
Bei der Armut in Kambodscha, der mangelnden Schulbildung und der 
häufigen Ausbeutung der Jüngsten ist jede gezielte Hilfe sinnvoll, wenn sie zugleich Eigenverantwortung und Selbstvertrauen der Bevölkerung stärken

Mehr zum Alltag im Kinderdorf erfahren Sie hier.
 


97% aller Spenden gehen direkt ins Kinderdorf
Wir sind aktiv bemüht, in Deutschland anfallende Kosten auf dem absoluten Minimum zu halten. Dank unseres ehrenamtlichen Engagements können Spendengelder und Mitgliedsbeiträge so zu über 90% für unsere Arbeit in Kambodscha eingesetzt werden.

Kinderhilfe Kambodscha e.V. Aachen
Bismarck-Straße 69
52066 Aachen
Deutschland
+49 (0)241/ 41344467
mail@kkev-aachen.de

 

KKEV-Cambodia
Kinderdorf in Phnom Penh

Zum Schutz der Kinder im Kinderdorf veröffentlichen wir die genaue Anschrift nicht online. Bitte setzten Sie sich mit uns in Verbindung, sollten Sie mehr Informationen wünschen.

UNSERE STANDORTE

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