Was für eine inspirierende und zugleich berührende Zeit wir bei KKEV – Kinderhilfe Kambodscha – in Phnom Penh hatten.

Nach 2,5 Jahren, in denen Reisen nach Kambodscha aus uns allen bekannten Gründen nicht möglich waren, reisten mein Mann Stephan, Benjamin, Laura (2 unserer 5 Kinder) und ich endlich zum Waisenhaus, um die Kinder und das lokale Mitarbeiter Team zu sehen. Was für eine Freude – die Neugier, das Zusammengehörigkeitsgefühl, der Gemeinschaftsgeist – das Lachen der Kinder war einfach ansteckend!

Die Mitarbeiter haben in den letzten zwei Jahren großartige Arbeit geleistet, indem sie sich an das Online-Lernen für alle Kinder im Waisenhaus angepasst haben – die normalerweise öffentliche Schulklassen besuchen. Nachdem sich das Leben in Kambodscha fast wieder normalisiert hat, hat KKEV auch das Straßenkinder-Unterstützungsprogramm wieder aufgenommen, das Kindern aus sehr armen Familien zusätzliche schulische Unterstützung ermöglicht, mit dem Ziel, über die Grundschule hinaus erfolgreich zu sein.

Im KKEV-Dorf hatten wir eine Sitzung mit den älteren Schülern, die mehr über unsere „lessons for life“ erfahren wollten und wie man sich besser auf die Zukunft vorbereiten kann. Diese Schüler haben Träume und Aspirationen – sei es Mechaniker zu werden und Klimaanlagen zu reparieren oder Buchhalter oder Arzt zu werden - sie alle verstehen sehr gut, dass diese Träume harte Arbeit erfordern. Schüler, die seit mehr als 7 Jahren Teil des KKEV-Waisenhauses sind, haben uns sehr deutlich gesagt, dass KKEV ihr Zuhause ist - ihre besondere Familie - und dies wollen meine Familie und ich für sie sichern.

Wir hatten auch eine Arbeitssitzung mit allen Mitarbeitern und wir forderten sie auf, zwei Fragen in kleinen Breakout-Gruppen zu diskutieren: 1) Was lieben Sie an Ihrer Rolle bei KKEV? und 2) was könnte KKEV zu einem noch besseren Arbeitsplatz machen? Keine Frage, die Liebe zu Kindern und der Wunsch, sie sicher, gesund und mit einer guten Ausbildung aufwachsen zu sehen, lässt diese Mitarbeiter morgens aufstehen. Sie möchten sicherstellen, dass die Kinder ein richtiges Zuhause haben, auch wenn sie keine Eltern oder keine Eltern haben, die sich um sie kümmern. Sie wollen, dass die Kinder zu selbstständigen Lernenden werden, die in der Lage sind, ein unabhängiges Leben zu führen – die einen richtigen Beruf ausüben und ihren Lebensunterhalt verdienen können. Die Mitarbeiter tauschten viele Ideen zur weiteren Verbesserung von KKEV aus: von der Instandhaltung der bestehenden Infrastruktur bis hin zur Erweiterung des Fisch- oder Gemüsezuchtprojekts und viele weitere Ideen, die darauf abzielen, Highschool-Schülern den Zugang zu breiteren Bildungswegen für ihre Zukunft zu ermöglichen.

Der Fahrer des Dorfes, der die jüngeren Kinder jeden Tag mit einem Lastwagen zur Schule bringt, meldete sich zu Wort und schlug vor, ob es möglich sei, „die Finanzierung für den Besuch der Universität als Weg über die Berufsausbildung hinaus zu sichern?“. Alle Mitarbeiter unterstützten die Idee, und dies war der Moment, in dem uns einmal mehr verdeutlich wurde, wie wichtig KKEV und unsere Verantwortung für die Unterstützung von KKEV ist.

Ich kann nicht alle unsere Eindrücke und Emotionen in dieser Notiz festhalten, aber vielleicht lässt sich dieses ansteckende Gefühl von Glück und Engagement für die Sicherung der Finanzierung von KKEV am besten durch die Fotos beschreiben, die wir gemacht haben.

Danke an die Mitarbeiter vor Ort, die diese Umgebung für die Kinder schaffen, und an unsere Spender, die großzügig die Finanzierung sichern. Wir brauchen jetzt mehr denn je zusätzliche Hilfe, um die finanziellen Mittel zu sichern, um KKEV nicht nur zu erhalten, sondern auch zu erweitern!

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ERSTER WESTLICHER BESUCH NACH COVID PANDEMIE

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